Das bin Ich
Meine Geschichte
Aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof südlich von Graz lernte ich schon sehr früh mit Tieren zu leben und sie zu lieben. Besonders nah stand ich Katzen und Hunden, die mein Leben bis heute bereichern.
Der erste Hund den ich begegnen durfte, war Rolfi ein Schutzengel auf vier Pfoten, der mich und meine Geschwister bereits im Kinderwagen behütete, niemanden, außer unsere Eltern an uns heranließ und uns auch vor anderen Gefahren strikt bewahrte. Nach ihm folgten Prinzi und Speedy, die unsere Kindheit ebenso als wertvolle Weggefährten durch ihre Nähe und Liebe ergänzten.
Einige Jahre später, nachdem ich selbständig wurde und mein eigenes Nest baute, trat völlig unerwartet und überraschend mein erster eigener Hund in mein Leben. Es war die kleine Cocker Spaniel Dame Gloria. Gloria war entgegen meinen Erwartungen ein nicht sehr einfacher Hund, oder besser gesagt, nach dem Motto, jeder bekommt was er verdient, war sie eine sehr gute Mentorin und begleitete mich auf dem Weg meiner Persönlichkeitsentwicklung. Schließlich waren wir ein unzertrennbares Team und mit Gloria begann meine Faszination für Hunde zu wachsen. Ich begann mich mit Tierkommunikation zu beschäftigen. Später absolvierte ich eine Ausbildung zur Tierpsychologin für Hunde, Katzen und Pferde.
Es sollte jedoch nicht bei Gloria bleiben und Lara eine kleine sehr aufgeweckte Border Collie Dame stieß zu uns. Aufgrund der medialen Idealisierung durchwanderte sie sehr früh einige Familien, die feststellen mussten, dass Film und Realität nicht entsprechen und sie sich der Last gekonnt entledigten. Ich hatte inzwischen einen kleinen Hof mit Pferden, Ziegen, Katzen uvm. wo Lara die Möglichkeit bekam sich ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigen und ausleben zu können.
Auch Sir Lanzelot ließ nicht lange auf sich warten. Als kleiner Knirps entwickelte er sich zu einem stattlichen Rottweiler, der den Hof mit Entschlossenheit bewachte und in Rottweiler-Manier jeden Besucher freudig niederknuddelte und das Herz höherschlagen ließ, was ihn später auch in der Hundeschule, in der ich meine Ausbildung zur Hundetrainerin genoss, zum „König der Herzen“ wachsen ließ und den Leuten die Angst vor den sogenannten „Kampfhunden“ nahm.
Nachdem sich mein Hof zu einem kleinen Zufluchtsort für Tiere in Not entwickelte, wäre es zu umfangreich alle Geschichten meiner hier später hinzugekommenen und leider nicht zu lange gebliebenen Schützlingen zu erzählen. Tatsache ist, dass jeder Einzelne von ihnen seinen Beitrag geleistet hat, um mir diese Liebe, diese Erfahrungen und dieses Wissen, das man aus Büchern nicht lernen kann, zu ermöglichen. Darum möchte ich sie hier trotzdem dankend namentlich nennen!
Merlin, Daisy, Nussi, Asha, Kicki, Kira – Danke für eure Unterstützung auf meinem Weg!
Ergänzend zu meinen bereits abgeschlossenen Ausbildungen und diesem erlernten Wissen, absolvierte ich zu jener Zeit auch die Ausbildung zur Tiermasseurin.
Nach dem Tod meiner geliebten Gloria dachte ich, nie wieder so eine intensive Bindung zu einem Hund entwickeln zu können. Ich liebte alle meine Tiere. Ich liebte alle meine Hunde, doch Gloria war etwas ganz Besonderes. Doch das Schicksal lehrte mich etwas anderes.
Zwei Jahre nach dem Verlust von Gloria, fing ich an mich immer mehr für den Hundesport zu interessieren. Beim Schmieden meiner Pläne stolperte ich über die bereits 18 Wochen alte Malinois Hündin Luna. Damals sehr unerfahren im Bezug auf Rassehunde stellte sich sehr schnell heraus, dass es Schicksal sein musste, dass sie zu mir gefunden hat. Sie war eine sehr ängstliche und kränkliche Hündin. Später zeigte sich auch, dass die Zuchtstätte nicht als seriös einzustufen war. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen schafften wir es trotzdem genug Selbstvertrauen aufzubauen und uns sogar bis zur BGH II und auch einer Fährten-Prüfung hinaufzuarbeiten. Jedoch sehr bald beschloss ich, ihr die Ruhe zu gönnen, die sie brauchte und beschäftigte sie ihren Vorlieben entsprechend und machte viele lange und ruhige Spaziergänge mit ihr. Sehr bald stellte sich heraus, dass Sir Lanzelot sie mental sehr unterstützte und ihr das Selbstvertrauen gab, das sie brauchte.
Ein Jahr nach dem Eintreffen von Luna erfuhr ich von dem kleinen Wirbelwind Sharie. Einige ihrer Geschwister gingen an die Polizei und für Sharie und ihre Schwester wurde ein privater Platz gesucht. So kam es, dass ich mich sofort in sie verliebte. Sie und ihre Schwester waren kleine muntere, sehr aktive kleine Flauschekugeln. Das Arbeiten mit ihr machte riesigen Spaß. Sie war/ist sehr selbstbewusst, gelehrig und hat große Freude im Training. Wir legten alle IBGH-Prüfungen ab und versuchten viele verschiedene Hundesportarten aus. Wir arbeiteten wochenends gemeinsam als Security, wo ich die Zeit nutzte und viel mit ihr spielte und trainierte. Auch in privaten schwierigen Zeiten waren Sharie, Luna und Sir Lanzelot eine riesengroße Stütze für mich.
Zu dieser Zeit startete ich mit der Ausbildung zur Hundetrainerin, besuchte alle vom ÖKV geforderten und angebotenen Seminare und machte die Prüfung zur „Tierschutzqualifizierten Hundetrainerin“. Die Arbeit mit Menschen und Hunden machten mir große Freude! Leider forderten private Angelegenheiten eine Zwangspause. Doch die notwendigen Weiterbildungen, um auf dem wissenschaftlich neuesten Stand der Hundeausbildung zu bleiben, ließ ich nie aus.
Doch Pause war nicht gleich Pause und nicht gleichzusetzen mit „keine Arbeit mit Hunden“. Aus der Hilfsaktion: „Finde einen neuen Hund für meine Mama!“ war das Ergebnis, dass Samy, ein bulgarischer Straßenhund, der sein österreichisches Frauerl sehr schnell verlor, beim geplanten Einzug bei meiner besten Freundin, entgegen seiner extrem liebenswürdigen Art, Zähne zeigte und am Ende bei uns und unseren Hunden sein neues Zuhause fand.
Leider war das auch die Zeit, in der Sir Lanzelot schwer erkrankte und relativ bald den Kampf gegen Krebs verlor. Hier erlebten wir erstmals, dass Hunde wirklich trauern und auch für uns war dieser Verlust extrem emotional. Aber wie es so ist, eine Seele geht und eine andere kommt, trafen wir zufällig auf einen jungen Malinois Rüden, der nach außen zwar lustig und munter schien, doch sehr viele innere und äußere Narben trug. Wir nahmen ihn in unsere Familie auf und gewannen mit viel Arbeit, Geduld und Verständnis schließendlich sein vollstes Vertrauen und seine Liebe.
Aufgrund der Herkunft meines Mannes war ich mehrmals auf den Philippinen, und durfte auch dort einige Erfahrungen mit Hunden (auch Straßenhunden) sammeln und auch so manche kleine Trainingseinheit abhalten. Häufig findet man, die bei uns so genannten Listenhunde, als Haus- und Hofhunde vor und ich lernte sehr schnell, dass es dort kaum Probleme gibt, wie wir sie hier kennen. Die Hunde waren freundlich und arbeiteten freudig mit. Auch in der Familie meines Mannes, waren Amstaff, Pitbullterrier, Rottweiler und Malinois ein ganz normales Bild des Zusammenlebens, darum möchte ich auch Rotko, Cad und Zena in meiner Mentorenliste nicht unerwähnt lassen. Akira, die Malinois Hündin meines Mannes durfte sogar die Reise nach Österreich antreten. Nach drei gemeinsamen Jahren, die sie hier verbrachte, starb sie leider sehr unerwartet.
Während all diesen Trubel kam es überraschend zu einem Wohnortswechsel, der die Übernahme der ansässig liebenswürdigen Quentina, eine ältere Rottweiler Hündin, die zurückgelassen wurde, voraussetzte. Sie genoss die neue Familie sehr und verließ uns dann leider auch im Alter von 10 Jahren aufgrund von Krebs.
Während dieser Umzugsphase bekam ich das Angebot ehrenamtlich als „Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin“ in einem Verein mitzuarbeiten, in dem ich auch einige Jahre verbrachte. Unerwartete Lebensumstände, die anfänglich für mich als Schock und bald als Segen wahrgenommen wurde, machten es nun möglich, dass ich endlich beginnen konnte, meinen Traum in Realität umzusetzen.
Meine eigene Hundeschule in der ich Menschen beibringen kann, den Hund als besten Freund, jeden Tag, ein Hundeleben lang zu sehen, mit ihm zu leben, Freude daran zu haben und das Ganze ohne Gewalt!
Nachdem uns kürzlich auch unsere treue und liebenswürdige Malinois Hündin Luna durch Krebs verlassen musste, leben mein Mann und ich nun mit unseren geliebten Hunden Sharie, Samy und Argo, sowie den Katzen Akira und Arina und unseren uns mit Eiern versorgenden fünf Hühnern als Familie in der schönen Südsteiermark.